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Advokatur seit 1870 - Die Geschichte der Kanzlei

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts machten zwei aus der Steigerwald-Gemeinde Hofheim stammende Brüder äußerst positiv von sich reden:

 

Zunächst hatte der spätere Ritter Dr. Gottfried von Schmitt das beste juristische Staatsexamen in Bayern abgelegt. Der König von Bayern entsandte ihn in die Gesetzgebungskommision des Reiches. Dort schrieb er in 20-jähriger Arbeit das Erbrecht des bürgerlichen Gesetzbuches. Er kehrte dann zurück nach Bayern und war einer der Kronjuristen im wahrsten Sinne des Wortes.

Zehn Jahre später schrieb sein jüngerer Bruder Josef das beste Staatsexamen in Bayern. Er war als Staatsanwalt und Richter in Bamberg tätig, ehe ihm im Jahre 1870 vom bayerischen König die königliche Advokatur Bamberg verliehen wurde. Fortan vertrat er in der Gründerzeit die Interessen seiner Mandanten von Schweinfurt bis Dresden und war an der Gründung enorm vieler Unternehmungen beteiligt.

Daneben war er äußerst aktiv im öffentlichen Leben. Ehrenamtlich versah er das Amt des Vorsitzenden des Gemeinde-Bevollmächtigten-Collegiums sowie des Landrats-Präsidenten in Bamberg. Ob seiner Verdienste um Bamberg wurde er bereits zu Lebzeiten im Jahre 1889 zum Ehrenbürger erkührt. Die Dr.-von-Schmitt-Straße trägt seinen Namen. Später wurde er persönlich geadelt und war fürderhin Ritter Dr. Josef von Schmitt, Träger des Verdienstordens der Krone Bayerns.

 

Nach seinem Tod führte sein Sohn, der Geheime Justizrat Dr. Josef Schmitt, die Kanzlei fort. Bereits zu dessen Lebzeiten waren dann dessen Söhne Dr. Hans Schmitt und Dr. Gottfried Schmitt in der Kanzlei tätig. Dr. Hans Schmitt fiel noch am 13. April 1945 im Kriege. Somit führte Dr. Gottfried Schmitt die Kanzlei nach dem Tode seines Vaters weiter. Er nahm dann seinen Schwager Dr. Toni Karl mit in die Kanzlei auf. Nach dem Tod von Dr. Toni Karl war auch dessen Sohn, Rechtsanwalt Gottfried Karl, einige Jahre in der Kanzlei mit tätig.

 

Rechtsanwalt Dr. Franz-Wilhelm Heller begann seine Kanzleitätigkeit am 01.10.1969 als Referendar in Nebenbeschäftigung. Nach Ablegung des zweiten juristischen Staatsexamens war dann Dr. Franz-Wilhelm Heller ab Oktober 1972 als Rechtsanwalt im Angestelltenverhältnis tätig. Alsbald wurde zwischen Dr. Gottfried Schmitt und Dr. Franz‑Wilhelm Heller ein Sozietätsvertrag geschlossen, der vorsah, daß die Kanzlei von Dr. Heller nach dem Ableben von Dr. Schmitt fortgeführt würde. Rechtsanwalt Dr. Gottfried Schmitt, der bis zum letzten Tag seines Lebens in der Kanzlei tätig war, verstarb am 24.12.1980. Seitdem ist Rechtsanwalt Dr. Franz-Wilhelm Heller Inhaber dieser Kanzlei, die also seit 01.07.1870 ununterbrochen besteht.

 

Rechtsanwalt Dr. Franz-Wilhelm Heller ist stolz auf diese Tradition und stets bestrebt, es seinen Vorgängern und Vorbildern gleich zu tun sowie die Tradition der Kanzlei fortzuführen. Die Verantwortung für eine breite und zugleich detaillierte Beratung und Vertretung der Interessen der Mandanten hat er hierzu auf insgesamt neun weitere Schultern verteilt. So ist die Kanzlei in der Lage, auf allen Rechtsgebieten die Interessen der Mandanten wahrzunehmen und zugleich für jede Rechtsfrage einen Fachspezialisten bereitzustellen. Hierzu war neben regelmäßiger Fortbildung schon in der Vergangenheit der Erwerb der wichtigsten Fachanwaltschaften eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus werden auch die neu eingeführten Fachanwaltschaften demnächst in der Kanzlei vertreten sein.

 

Anknüpfend an die Vorgaben des Kanzleigründers hat sich Dr. Franz-Wilhelm Heller seit jeher sowohl in der Ausbildung von Rechtsanwaltsfachangestellten wie auch zehn Jahre lang als Dozent der Bankakademie betätigt, vor allem aber auch Verantwortung für seine Heimatstadt übernommen; er gehört seit 1996 dem Stadtrat von Bamberg an, war stellvertretender Fraktionsvorsitzender sowie Fraktionsvorsitzender und ist für seine Fraktion in den wichtigsten Senaten tätig. Als Mitglied verschiedener Beiräte und Aufsichtsräte, jahrelang auch als Vorsitzender des Beirats eines der bedeutendsten Bamberger Unternehmen, hat er im Bereich der Wirtschaft Unmengen an Erfahrung sammeln können. Darüber hinaus ist er seit Beginn seiner Anwaltstätigkeit in bedeutenden Bamberger Vereinigungen sehr aktiv. Bereits anläßlich seines 60. Geburtstages hat Herr Dr. Heller die Weichen in der Kanzlei so gestellt, daß die Verantwortung für den Bestand und die Zukunft der Kanzlei von seinen engsten juristischen Mitarbeitern in vollem Umfange mitgetragen worden ist. Auf die Weise hat er schon 2004 für die Ausrichtung in die Zukunft bestens Sorge getragen.

 

Über die vielen Jahre der Zusammenarbeit hat Herr Dr. Heller das absolute Vertrauen in die Kompetenz und Loyalität seiner engsten Mitarbeiter Gerolf Kratz und Hans-Jörg Lemke gefunden. So war es ihm ein Bedürfnis, sein "Kind Kanzlei", welches ihm wahrlich ans Herz gewachsen ist, bestens auszustatten. Am 137. Jahrestag der Kanzleigründung, am 01.07.2007, ist deshalb somit sozusagen die 5. Generation ins Leben gerufen worden, in dem die HellerKratzLemke Anwalts-Partnerschaft gegründet worden ist. Mit einer guten "Aussteuer", nämlich einer soliden Finanzausstattung, ist diese Gesellschaft bestens in die nächste Runde qualitativ höchststehender Anwaltstätigkeit gestartet. Fachanwaltsbezeichnungen sind bereits zusätzlich erworben worden und werden sukzessive vermehrt. Dr. F.-W. Heller, der mit Gründung der Partnerschaft die interne Führung an seine zwei nunmehrigen Hauptgesellschafter abgegeben hat, hat sich im Jahre 2005 noch einmal "auf die Schulbank" gesetzt und die Bezeichnung "Fachanwalt für Erbrecht" erworben. Seit 2005 ist er bei der GJI (Gesellschaft für Juristeninformation) als Referent für die Ausbildung der Rechtsanwälte zum Fachanwalt für Erbrecht unterrichtend und fortbildend in erheblichem Umfange tätig. "Wer rastet, rostet" -; diese Kanzlei setzt trotz ihres Alters kein Gramm Rost an, versteht Tradition nicht als "Ruhekissen", sondern als ständige Herausforderung, die vom Kanzleigründer und seinen Nachfolgern seit jeher in der Qualität juristischer Arbeit hoch gelegte Meßlatte niemals zu unterlaufen. Richtig verstandene Tradition bedingt steten Fortschritt, um das durch sie Erworbene zu erhalten und zu pflegen und dadurch ihr wirklich gerecht zu werden. Solchermaßen intensive Traditionspflege haben sich die Partner Gerolf Kratz und Hans-Jörg Lemke gleichermaßen zur Herzensangelegenheit angedeihen lassen. Schon als Referendare und Junganwälte in der Kanzlei vor langer Zeit zu hervorragenden Prozessualisten ausgebildet, haben sie sich in verschiedenen Gebieten spezialisiert, Gerolf Kratz speziell im Familienrecht, wo er die Bezeichnung "Fachanwalt für Familienrecht" führt, sowie im Erbrecht und Versicherungsrecht, Hans-Jörg Lemke im Wirtschaftsrecht - er hat an der Universität Bayreuth die Zusatzqualifizierung "Wirtschaftsjurist" erworben - im Bau- und Architektenrecht - er darf seit einiger Zeit die Bezeichnung "Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht" führen -, im Bankrecht - er war einige Jahre Dozent der Bankakademie -, im Mietrecht und im Vergaberecht. Beide Partner setzen sich auch für das Gemeinwohl ein. So fördert Herr Kratz im Freundeskreis der Kinderklinik Bamberg die Gesundheitsvorsorge für Kinder; er ist bekennender Fan des Bamberger Basketball-Sports und Förderer des Fußballsports, speziell der Fußballjugend. Seit Jahren gehört er dem Vorstand der Rechtsanwaltskammer Bamberg für den Oberlandesgerichtsbezirk Bamberg an. Herr Lemke ist Vorsitzender des Anwaltsvereins Bamberg; er arbeitet mit im Vorstand des Bürgervereins seines Bamberger Wohndistrikt; seit einigen Jahren ist er Mitglied des Lions-Club Bamberg; außerdem ist er seit Jahren in der Nachwuchspflege der Rechtsanwaltsfachangestellten tätig, vor allem im Prüfungswesen. So wird die Pflege der Tradition vor allen Dingen auch dadurch abgerundet, daß sämtliche Partner dieser Gesellschaft in Bamberg und in der Bamberger Bevölkerung verwurzelt sind.

 

Bleibt zum Schluß zu erwähnen, daß auch die jüngeren Jahrgänge der Kanzlei in diese Art der Rechts- und Traditionspflege sukzessive eingebunden werden. Herr Rechtsanwalt Dr. Steffen Linke war zwischendurch 10 Jahre wissenschaftlich an der Universität in Bamberg tätig, ist absoluter Spezialist des Sozialrechts, wo er die Bezeichnung "Fachanwalt für Sozialrecht" führt und betreibt weiterhin Lehrtätigkeit, z.B. derzeit durch eine Professurvertretung in Siegen. Rechtsanwalt Markus Baumann ist Fachanwalt für Arbeitsrecht und hat seinen Schwerpunkt im Strafrecht, im Mietrecht und im Vertragsrecht; Rechtsanwalt Oliver Leuteritz ist demnächst "Fachanwalt für Verkehrsrecht" und hat seine Schwerpunkte sowohl im Verkehrs- und Schadensrecht wie auch im Familienrecht. Es ist also in allen Bereichen für qualitätsvolle Fortsetzung der Kanzleiarbeit gesorgt.

 

Rechtsanwältin Sabine Müller hat materiell-rechtlich ihre Schwerpunkte im Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht sowie im Medizinrecht, speziell im Arzthaftungsrecht. Darüber hinaus ist sie "die gute Seele" des Unternehmens, die sich durch Fristenüberwachung ebenso wie durch hervorragenden Kontakt mit den Mandanten auszeichnet.

 

Bleibt zum Schluß zu erwähnen, daß teilweise seit Jahrzehnten der Kanzlei die Treue haltendes Personal mit geübter Arbeitsweise, die sich auf die jeweils neu einzustellenden Kräfte geradezu von selbst überträgt - die Kanzlei beschäftigt regelmäßig 6 Auszubildende, also zwei pro Jahrgang -, die Kontinuität der seit jeher glänzenden Betreuung der Mandanten bei all ihren rechtlichen Problemen garantiert.

 

In Pflege der Tradition ist also die Zukunft der Kanzlei gesichert.

 

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